Grußwort unseres neuen Präses, Dekan Stefan Wingen
„Die Zukunft gehört Gott und den Mutigen, die ihm vertrauen.“
Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder,
mit großer Dankbarkeit und innerer Freude darf ich mich nach der vergangenen Jahresversammlung erstmals als neuer Kolpingpräses an Sie wenden. Das
Vertrauen, das Sie Pfarrer i.R: Edmund Wolfsteiner als stv. Präses und mir als Präses durch die Wahl entgegengebracht haben, erfüllt uns mit Dankbarkeit und zugleich mit Respekt vor der Aufgabe, die nun vor uns liegt. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit, auf Begegnungen, Gespräche und darauf, unseren Weg als Kolpingsfamilie im Glauben miteinander zu gestalten.
Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle meinem Vorgänger, Pfarrer Norbert Winner. Mit viel Herzblut, großer Hingabe und einem offenen Ohr für die Menschen hat er die Kolpingsfamilie über viele Jahre hinweg geistlich begleitet. Sein Engagement und seine Verbundenheit haben Spuren hinterlassen, die bleiben. Dafür gebührt ihm unsere aufrichtige Anerkennung und ein herzliches Vergelt’s Gott.
Wir stehen als Kirche in Neumarkt vor tiefgreifenden Veränderungen. Ab September werden die Pfarreien St. Johannes, Hofkirche, Heilig Kreuz und Pelchenhofen einen gemeinsamen pastoralen Raum bilden. Damit wird sich manches wandeln, was uns vertraut und lieb geworden ist. Solche Umbrüche können verunsichern – und zugleich sind sie eine Einladung, neu aufzubrechen.
Gerade in solchen Zeiten tut uns ein Wort Adolph Kolpings gut, der sagte:
„Die Zukunft gehört Gott und den Mutigen, die ihm vertrauen.“
Dieses Vertrauen braucht es heute mehr denn je. Denn wir erleben, dass die Zahl der Gläubigen, der hauptamtlich und ehrenamtlich Engagierten sowie die verfügbaren Ressourcen geringer werden. Doch als Christinnen und Christen dürfen wir darauf bauen, dass Gott auch in herausfordernden Zeiten mit uns geht. Aus der Not heraus können neue Wege entstehen – Wege, auf denen Kirche lebendig bleibt und ihrem Auftrag treu ist, die frohe Botschaft zu den Menschen zu bringen.
Ich bin zuversichtlich, dass uns dieser Weg in Neumarkt gelingen kann. Die Voraussetzungen dafür sind gut. Besonders die katholischen Verbände – und damit auch unsere Kolpingsfamilie – sind uns hier ein Stück voraus. Seit der Aufteilung der Stadtpfarrei im Jahr 1947 sind die Verbände bewusst gemeinsam für die ganze Stadt unterwegs geblieben. Dieses Denken über Pfarreigrenzen hinweg ist ein wertvoller Schatz. Es zeigt: Gemeinschaft kann wachsen, wenn man den Blick weitet. In diesem Sinne sehe ich die Verbände als Vorreiter und als ermutigendes Beispiel für das, was auch im größeren pastoralen Raum möglich ist.
So lade ich Sie alle ein, diesen Weg gemeinsam zu gehen: im Vertrauen aufeinander, im Vertrauen auf Gott und mit dem Mut, Neues zu wagen. Lassen wir uns nicht von Sorgen lähmen, sondern von der Hoffnung tragen, dass Gott mit uns Zukunft gestaltet.
Für unseren gemeinsamen Weg als Kirche in Neumarkt wünsche ich uns allen Offenheit, Zuversicht und ein lebendiges Miteinander im Glauben. Möge Gottes Segen uns begleiten und stärken – alle, die sich in unserer Kirche engagieren, sichtbar oder im Verborgenen, haupt- oder ehrenamtlich.
Gott segne Sie und unsere Kolpingsfamilie. Treu Kolping!
Ihr Kolpingpräses Pfarrer Stefan Wingen